Die jüngsten Arbeiten bewegen sich zwischen Reduktion und gestischer Offenheit. Auf vielschichtig bearbeiteten Farbflächen erscheinen Linien, Spuren und fragmentarische Setzungen wie Zeichen einer eigenen, stillen Bildsprache. Gerade das Wechselspiel von Fläche, Struktur und bewusst gesetzten Leerstellen verleiht den Arbeiten ihre Spannung – zurückhaltend in der Geste, zugleich sehr präsent im Raum.
untitled, 40x50x2cm, acrylic on canvas, 2021
presence, 80x100x2cm, acrylic on raw cotton, 2026
Dieses Werk entfaltet seine volle Präsenz erst im Dialog mit dem Raum.
Nicht als Akzent, sondern als Haltung.
Die weich modulierte Farbfläche, durchzogen von einer nahezu schwebenden Linie, wirkt wie ein stiller Resonanzkörper innerhalb der Architektur. Im Zusammenspiel mit Licht, Material und Proportion entsteht ein Moment der Verlangsamung – ein Innehalten im Durchgang, ein bewusster Übergang. Das Werk fordert keine Aufmerksamkeit, es bindet sie.
Gerade im privaten Kontext entfaltet sich seine besondere Qualität: als täglicher Begleiter, als ruhiger Pol zwischen Bewegung und Ankunft. Die Reduktion ist dabei kein Verzicht, sondern eine Einladung zur Vertiefung. Jede Nuance, jede Unschärfe gewinnt mit der Zeit an Bedeutung – das Bild wächst mit dem Raum und mit seinem Betrachter.
Für Sammlerinnen und Sammler, die Kunst nicht als Dekoration verstehen, sondern als Teil einer gelebten Umgebung, wird dieses Werk zu einer langfristigen Setzung: leise, selbstbewusst, zeitlos.
untitled, acrylic on raw canvas, 2026
untitled, mixed media on canvas, 2025
Die kleinformatigen Arbeiten auf Holz bewegen sich bewusst an der Grenze zwischen Malerei und Objekt. Bis zu zwei Zentimeter starke, teils in mehreren Schichten gegossene Epoxidharzflächen überlagern die malerischen Strukturen und erzeugen eine außergewöhnliche räumliche Tiefe. Licht, Farbe und Material werden dabei selbst zum Bestandteil des Bildes – aus der Fläche entsteht ein eigenständiges, beinahe skulpturales Objekt.